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An dieser Stelle erlaube
ich mir – als der, der die
Website der DreamRanch seit einiger Zeit betreut, ein paar
Gedanken über die DreamRanch niederzuschreiben.
Vorab solltet ihr noch wissen, was ich in der Vergangenheit, also
vor der DreamRanch, mit Pferd und Reiter/in zu tun hatte. Das ist
schnell erzählt. Mein Großvater war in Polen Rittmeister. Als ich
ca.10 war, hatte ich ein Lieblingspferd. Sie hieß Liese (wie damals
alle Pferde, die ich kannte), war ein Arbeitspferd (wie damals alle
Pferde, die ich kannte) und
verbrachte ihre Freizeit (wie damals alle
Pferde, die ich kannte)
ausschließlich im Stall. Liese hatte (wie damals alle Pferde, die
ich kannte) eine Macke. Sie konnte nicht leiden, wenn jemand von
hinten an sie rankam. Manchmal durfte ich auch auf Liese sitzen
und eine Weile im Stall rumgucken. Irgendwann kam eine/r von
hinten, als ich auf ihr saß
und sie scheute. Die Stalldecke war auch nicht so hoch.
Das
nächste Gespräch über Pferde hatte ich dann mit meiner damaligen
Verlobten. Sie ist früher geritten und ihr Vater war bei der
Kavallerie und überhaupt ein leidenschaftlicher Reiter.
Dann kam unsere Tochter Julia auf die Welt und sechs Jahre lang
waren Pferde kein Thema mehr bei uns.
Eines Tages wurde unsere Tochter Julia beim “Ponyreiten“ von
dem, bei weiblichen Kindern oft vorkommenden, Pferdevirus befallen.
Ob die vererbten Gene eine maßgebliche Rolle gespielt hatten, mag
dahingestellt sein. Reiten war ihr „Ein und Alles“, sie war unser
„Ein und Alles“ – ihr wisst schon. Also
lernten wir mit der Zeit diverse
Reitställe kennen. Inzwischen hatte meine Sonny mit LineDance
angefangen – und
Westernreiten und LineDance ziehen sich ja regelrecht an.
Da kam dann über die Line Dancer – ich glaube 2002 - die
DreamRanch ins Spiel. Wir haben Ramona und Olli kennen gelernt.
Das heißt meine Frau Ramona - und ich Olli.
Olli wusste sozusagen damals
schon, wie’s heute aussieht. Ziemlich detailliert.
Bloß keinen Pfusch, lieber ein bisschen weniger,
aber akkurat. Die Pferde (ich denke, genau so hat Olli das damals
gesagt) sollen sich bei uns wohl fühlen.
Genau so ist es, meiner
Meinung nach, gekommen.
Meine Sonny reitet seit einer
„Probereitstunde“ regelmäßig zweimal in der Woche als
Reitbeteiligung. Ich bin dann meist auch dabei und habe mit der
Zeit die Einwohner der DreamRanch (Mensch und Tier) lieb gewonnen.
Und hier kommt aus meiner Sicht das Spezielle der DreamRanch ins
Spiel.
Es riecht hier zwar nicht nach Veilchen – aber es stinkt hier auch
nicht ätzend nach Pferdestall.
Weil regelmäßig gemistet wird und weil die Anlage gepflegt wird.
Hier ist das Wohlbefinden der Pferde das Wichtigste von allem. Ob
beim Reitunterricht oder bei der Unterbringung, die Pferde fühlen
sich wohl.
Und das tut, wie ihr seht, auch
den Menschen gut.
Womit wir auch schon beim Thema
„Freizeitpferde“ wären.
Früher verbrachten des
Menschen Pferde, nach getaner Arbeit, ihre Freizeit im Stall oder
auf irgendeiner, nicht bewirtschafteten, Weide. Wer etwas genauer
hinschaut, muss erstaunt zur
Kenntnis nehmen, dass auf der DreamRanch die Uhren ein bisschen
anders gehen. Die Weide muss (Originalton) „anständig vorbereitet
sein und die Grasmischung muss auch stimmen“. Und den Stall kann
man eigentlich nicht Stall nennen. Pension kommt der Sache schon
ziemlich nahe. Ich würde es dann doch lieber „all inklusive Hotel
mit Wellnessbereich“ nennen. Ich stelle mir einen
Freizeitpferdetag auf der DreamRanch ungefähr so vor: Pferd wacht
auf, weil Olli und Martin mit den Futtereimern so laut klappern und
Lilly verrückt spielt. Nach dem ausgiebigen Frühstück (Getränke
gab’s wieder endlos gratis) noch ein bisschen dösen. Danach zur
Maniküre, Pediküre und zum Friseur. Ein zwei Stündchen bei Ramona
in die Schule gehen (da muss ich mich anständig benehmen) - schon
wieder Maniküre, Pediküre und Friseur – Mittagessen - dösen -
Maniküre, Pediküre und Friseur – etwas Sport (meinen Menschen
huckepack nehmen und ein
bisschen rumdölmern) – Solarium - usw. – aber bitte nach
20°° Uhr keinen Krach mehr.
Und überhaupt – das gemeine DreamRanch-Freizeitpferd
kann sich dumm stellen, gezielt seinen Willen durchsetzen (ohne
dass Mensch – nicht Ramona – es merkt), eifersüchtig sein, ist
manchmal eitel, schauspielerisch veranlagt und
kann dir, wenn du genau hinschaust, auch mal den
Finger zeigen. Fazit: "Die Pferde verbringen hier ihre Freizeit“. Aber sie merken auch, wenn’s darauf ankommt. Und
dann machen alle mit und freuen sich. Am meisten Ramona.
Damit haben wir die Herkunft des Begriffs „Freizeitpferd“ auch
ergründet.
Und das tut, wie ihr seht, Menschen
und Tieren gut.
Danke an das DreamRanch-Team!
Danke an Boris für die tollen Fotos!
Viel Spaß auf unserer HP und auf der
DreamRanch wünscht euch Rolf Schwoch.
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